Was ist Trockeneis?
Unter Trockeneis versteht man Kohlendioxid (handelsüblich auch Kohlensäure genannt) in fester Form. Die Bezeichnung "trocken" bezieht sich auf die Eigenschaft zu sublimieren: Trockeneis geht bei Umgebungsdruck, ohne Verflüssigung, direkt vom festen in den gasförmigen Zustand über.
Herstellung
Trockeneisblöcke, Scheiben, Tabletten, Pellets

Trockeneis wird hergestellt, indem gasförmiges Kohlenstoffdioxid zunächst unter Druck verflüssigt wird. Danach wird das flüssige Kohlenstoffdioxid sehr schnell entspannt. Ein Teil des Kohlenstoffdioxids verdampft und kühlt den Rest durch Verdunstungskälte so weit ab, dass er gefriert und der so genannte Kohlensäureschnee entsteht. Dieser tiefkalte (-78,5 °C) Schnee ist Trockeneis! Dieser wird anschließend unter Druck verdichtet und zu Blöcken, Scheiben, Tabletten oder Pellets gepresst.

Das dazu verwendete Kohlendioxid stammt überwiegend aus bereits vorhandenen natürlichen Quellen oder aus chemischen Prozessen (z. B. Ammoniaksynthese). Das aus diesen Prozessen gewonnene CO2, bzw. Trockeneis, wird einer weiteren Nutzung zugeführt.


Methode

Methode Trockeneisreinigung

  1. Die Pellets werden in der Trockeneis-Strahlanlage mit komprimierter Luft auf eine Geschwindigkeit von ca. 300 m/s beschleunigt.
  2. Die auf das Objekt auftreffenden Pellets erzeugen einen punktuellen Thermoschock.
  3. Dadurch zieht sich der zu entfernende Belag zusammen und die nachfolgenden Pellets lösen mit ihrer kinetischen Energie den Belag und die Verschmutzung vom Untergrund.
  4. Direkt nach dem Aufprall sublimieren (verdampfen) die Pellets als Gas zurück in die Atmosphäre. Zurück bleibt nur die abgelöste Beschichtung.

Nur die entfernte Schmutzschicht muss entsorgt werden. Es wird kein umweltbelastendes Mittel oder Verfahren verwendet.